reflectures 2008: Fünf Abende darüber, die Welt zu verändern

Ein Veranstaltungstip aus der Rubrik Kritische Wissenschaft:

reflectures 2008: Fünf Abende darüber, die Welt zu verändern

Jeden Donnerstag vom 30. Oktober bis 27. November 2008
Die Veranstaltungen finden immer um 19:30 in der K9 (Kinzigstr. 9, 10247 Berlin-Friedrichshain) statt.

13. November 2008: Antiamerikanismus in der öffentlichen Meinung in Deutschland

Immer wieder werden amerikanische Finanzinvestoren als Ungeziefer dargestellt oder auch George Bush als ein die Weltkugel in Schach haltender Cowboy porträtiert. Solche plakativen Darstellungen bilden jedoch eher die Ausnahme. In der Veranstaltung soll es darum gehen, den alltäglichen Facetten antiamerikanischer Deutungsweisen nachzugehen, wie sie in politischen Diskussionen in Deutschland auftauchen. Am Beispiel der Auseinandersetzungen um Sozialabbau soll deutlich werden, welche Rolle antiamerikanische Deutungsmuster nicht nur für die Durchsetzung eben dieser Politiken spielen, die damit vermeintlich angeprangert werden, sondern darüber hinaus ein aufgeklärtes und damit potenziell auf emanzipatorische Politik zielendes Verständnis der neoliberalen Umstrukturierungen systematisch behindert wird.

20. November 2008: Intersektionalität/Interdependenz als emanzipatorische Perspektive?

Immer häufiger tauchen in feministischen Debatten, in Bildungskonzepten und Seminarankündigungen Begriffe wie „Intersektionalität”, „Interdependenz” oder „Diversity” auf. An diesem reflectures-Abend wollen wir uns intensiver mit den dahinter stehenden Konzepten befassen: Warum haben diese Begriffe gerade Konjunktur, und was bedeuten sie eigentlich? Was ist das Neue daran, und was ist altbekannt? Und schließlich: Was können diese Konzepte zu einer emanzipatorischen Theorie und Praxis beitragen?


27. November 2008: Wie frei ist der freie Wille?

In der Debatte um den „freien Willen“ werden meist biologische Festgelegtheit und individuelle Sinngebung gegeneinander gestellt. Der Vortrag versucht dagegen, individuelles Denken und Handeln als eingelassen in gesellschaftliche Denkformen zu fassen, ohne es gleichzeitig als determiniert zu verstehen. Mit dem Ansatz der Kritischen Psychologie soll das Verhältnis von individueller Bestimmung und gesellschaftlicher Bestimmtheit untersucht werden und nach Perspektiven für die Entwicklung von Handlungsfähigkeit gefragt werden.

Die reflectures finden dieses Jahr an fünf Abenden im Oktober/ November statt. Es wird jeweils einen Kurzvortrag von Gästen oder reflect!-Mitgliedern von maximal einer halben Stunde geben. Der Schwerpunkt der Veranstaltungen soll auf der Diskussion mit Euch liegen. Die Diskussionen können gern im Anschluss in gemütlicher Runde bei einem Bier (oder sonstigem Getränk) weitergeführt werden!

Eine Veranstaltung von reflect!

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