StuPa-Wahl 2010: Fachschaftsinis triumphieren…

In der letzten Woche wurde das Studierendenparlament der FU 2010 gewählt. Nach zwei Wochen Wahlkampf, drei Tagen Wahl und schließlich einem Tag Stimmenauszählung war es dann so weit: die Ergebnisse der StuPa- und Fachschaftsratswahlen standen fest.
Einmal mehr gaben die Studierenden der FU den Fachschaftsinis und den unabhängigen linken und emanzipatorischen Listen für das StuPa ihr Vertrauen. Allein 24 von 60 Sitzen gingen an Fachschaftsinis und institutsnahe Basisgruppen, von denen sich die meisten weiterhin für einen parteiunabhängigen, linken AStA einsetzen werden. Die FSI (Kunst-)Geschichte konnte das Ergebnis des letzten Jahres nach Stimmen verbessern (von 119 auf 129 Stimmen) und wird auch im kommenden Jahr mit 2 Sitzen im 60-köpfigen Parlament vertreten sein. Damit sind wir nach der FSI Lehramt und der FSI Jura/ Café Tatort die drittstärkste Ini.
Insgesamt traten in diesem Jahr rekordverdächtige 54 Listen an, als stärkste Kraft ging erneut die Hochschulvertretung von Bündnis 90/ Die Grünen, die Grüne Hochschulgruppe (GHG), aus den Wahlen hervor. Zum ersten mal trat an der FU auch die Piratenpartei in Erscheinung und kam auf 2 Sitze. Aufgrund ihrer Aufnahme von Neo-Nazis und den unkonsequenten Umgang mit diesen, standen die Piraten auf Bundesebene bereits im letzten Jahr in der Kritik. Aus diesen Vorfällen scheinen die FU-Piraten jedoch nicht viel gelernt zu haben. Auf Listenplatz 4 kandidiert ein Landsmannschaftler der farbentragenden und pflichtschlagenden Verbindung Landsmannschaft Preußen auf ihrer Liste, nach Aussagen seiner Mitstreiter_innen bei den Piraten stellt das völkische, sexistische und revisionistische Gedankengut auch kein Problem für die Gruppe dar, insofern er sich für „piratige Ziele“ einsetzt (siehe Taz-Artikel) (Eine kleine Einführung zum Thema Burschenschaften/ Landsmannschaften gibt der Burschi-Reader des apabiz). Insgesamt kamen die Parteilisten auf 16 Sitze.

Auch bei den Wahlen zum Fachschaftsrat Gesch-Kult konnten die Fachschaftsinis triumphieren. Trotz drei antretender Konkurrenzlisten entschieden sich 289 Wähler_innen für die aktiven Gruppen am Fachbereich und ihren basisdemokratischen inklusiven Ansatz und gegen den Versuch Repräsentation und Berufspolitiker_innentum zu etablieren. 4 von 7 Sitzen gingen letzten Endes an die Inis.
Erfreulich ist auch der Anstieg der Wahlbeteiligung: am Fachbereich Geschichts- und Kulturwissenschaften stieg diese von 9,89% auf 12,07%, an der gesamten FU von 11,28% auf 14,23%.

Die FSI Geschichte bedankt sich bei allen Wähler_innen für das Vertrauen. Nachdem der Wahlzirkus vorbei ist, gilt es aber auch wieder aktiv die Universität und unser Institut mitzugestalten. Also kommt bei den nächsten Plena der FSI vorbei und bringt euch ein, Zeit und Ort erfahrt ihr wie immer hier oder per Aushang am FMI!

Hier die offiziellen Wahlergebnisse:
http://www.fu-berlin.de/sites/studwv/media/Wahlergebnisse/vorBekStupaFSR2010.pdf

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