Zwischen Autonomie, möglichen Wandel und Repression – Aktuelles aus Südmexiko


… mit Thomas Zapf von Internationalen Friedensdienst (SIPAZ)

Datum: 14.12.2010
Ort: Meuterei (Reichenberger Strasse 58, U-Bhf Kottbusser Tor oder Görlitzer Park)
Uhrzeit 19.30 Uhr

Mexiko 2010 – im Vorfeld Projektionsfläche für Hoffnung auf sozialen
Wandel und Veränderung. Doch die Realität vieler MexikanerInnen ist
geprägt von Militarisierung, Gewalt und Armut. Der von Präsident
Calderón ausgerufene „Krieg gegen den Drogenhandel“ hat bereits mehr als
28.000 Tote in den letzten vier Jahren gefordert, eine Änderung der
Strategie ist nicht in Sicht. MenschenrechtsverteidigerInnen wurden vom
ehemaligen Innenminister Gómez Monnt als „nützliche Dumme“ des
organisierten Verbrechens bezeichnet. In den südlichen Bundesstaaten
Guerrero, Oaxaca und Chiapas werden manche von ihnen aufgrund ihrer
Arbeit kriminalisiert, bedroht oder angegriffen. Die Ausbeutung
natürlicher Ressourcen und Infrastrukturprojekte betreffen meist indigen
geprägte Regionen, deren Bevölkerung oft nicht dazu befragt wird. Wenn
sich dann indigene und kleinbäuerliche Organisationen gegen diese Pläne
wehren, werden sie leicht zur Zielscheibe von Einschüchterungen und
Repression. Trotz dieser Schwierigkeiten gibt es im Süden Mexikos seit
Jahren erfolgreiche Prozesse von Selbstverwaltung wie die autonomen
Landkreise der EZLN in Chiapas oder die Policía Comunitaria in Guerrero.
Und in Oaxaca endet die 80jährige Herrschaft der PRI mit dem Wahlsieg
eines Kandidaten der Opposition – Anlass für Hoffnung auf Veränderung?

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