Histo-Kino: „Große Freiheit, kleine Freiheit“, Do., 23.6., 20h


Ein Dokumentarfilm über zwei militante Frauen der 60er Revolte in zwei
Kontinenten: Inge Viett, Mitglied der Bewegung 2. Juni und nach deren
Auflösung 1980 der RAF, später in die DDR geflohen und nach dem
Mauerfall verhaftet und María Barhoum, eine anarchistische Aktivistin
aus Uruguay, bevor sie für mehrere Jahre ins europäische Exil
flüchtete.

Ausgehend davon wollen wir uns dem Thema ‚Frauen in der RAF‘ widmen.
Denn sowohl der Anteil, als auch die Bedeutung von Frauen innerhalb
des bewaffneten Kampfes der RAF, aber auch der Bewegung 2. Juni oder
der Roten Brigaden u.a. waren – zumal gemessen am Kontext der Zeit –
auffallend hoch. Die Frage, warum gerade intelligente junge Frauen aus
guten bürgerlichen Kreisen, vielfach aus der Bildungselite stammend,
„Terroristinnen“ bzw. so genannte Staatsfeinde werden konnten, zieht
sich wie ein roter Faden durch die öffentliche Terrorismusdebatte
sowie durch die Ermittlungs- und Strafverfahren – und führte mitunter
zu krudesten Erklärungen zutiefst patriarchaler Gesellschaften.

Also auf ins Histo-Kino, wie immer im Bandito Rosso, Lottumstraße 10a (U-Bhf Rosa-Luxemburg- oder Rosenthaler Platz). 23.6. ab 20h.

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