Histo Kino: Kuhle Wampe oder: Wem gehört die Welt?

Berlin in den dreißiger Jahren, zur Zeit der Weltwirtschaftskrise, Arbeiter jagen in der Hoffnung auf einen Arbeitsplatz mit ihren Fahrrädern von Fabrik zu Fabrik, erfolglos daheim angekommen wird einer von ihnen von seinem Vater als arbeitsscheu beschimpft. Nach der Auseinandersetzung geht der Vater wütend in eine Kneipe, die Mutter einkaufen und die Schwester Anni geht mit ihrem Freund Fritz aus. Allein zurückbleibend legt der junge Arbeitslose sorgfältig seine Armbanduhr ab und stürzt sich aus dem Fenster in den Tod. Der Rest der Familie wird durch einen Gerichtsbeschluss wegen Mietrückstand erzwungen, die Wohnung zu räumen. Anni fragt Fritz um Rat, der daraufhin die Familie bei sich in der Zeltkolonie Kuhle Wampe aufnimmt. Anni wird von Fritz schwanger. Dieser will jedoch zunächst von einer Heirat nichts wissen und er drängt zu einer Abtreibung, die Anni aber nicht bezahlen kann. „Kuhle Wampe“ gilt als der einzige offene kommunistische Film der Weimarer Republik und als erster sozialistischer deutscher Film. Er unterscheidet sich von anderen Filmen ähnlichen Themas dadurch, dass er nicht bei der Elendsbeschreibung stehen bleibt, sondern eine klare Perspektive zeigt, die allein in der (kommunistisch) organisierten Arbeiterschaft liegt.

DO, 07.02. ab 18 Uhr in Raum A 163 (FMI) Koserstraße 20
Eintritt wie immer frei

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