CHE- Boykott an der ASFH ein durchschlagender Erfolg

Eine Pressemeldung aus der ASFH: der studentische Protest gegen ein „Hochschulranking“ des „Centrums für Hochschulentwicklung“ der Bertelsmannstiftung war erfolgreich:

Wie bereits berichtet hatten die Studierenden der Alice-Salomon-Fachhochschule (ASFH) in Berlin Hellersdorf zum Boykott des Hochschulrankings des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) aufgerufen.
Der AStA der ASFH freut sich mitteilen zu können, dass dieser erfolgreich gewesen ist. Eine Sprecherin des CHE teilte uns kürzlich mit, dass sie nach Rücksprache mit dem Rektorat unserer Hochschule zu dem Schluss gekommen wären, dass die nur spärlich eingegangenen Antworten auf das Ranking nicht veröffentlich werden können. Nachdem Hochsulangehörige der ASFH durch die Seminaren und Vorlesungen gingen, um die Teilnahme am Hochschulranking zu bewerben, formierte sich an unserer Hochschule massiver Widerstand. Der AStA beschloss, zum Boykott aufzurufen. Es gab zahlreiche Diskussionen mit der Hochschulleitung Repressionsversuche seitens unserer Rektorin, eine studentische Vollversammlung, auf der 98% der Studierenden gegen die Teilnahme am Ranking stimmten, Solidaritätserklärungen und Boykottaufrufe aus dem ganzen Bundesgebiet bis hin zum Freien Zusammenschluss der Studierendenschaften (FZS) sowie breite positive Resonanz von Seiten der Presse.
Nachdem die Vorsitzende des AStA der ASFH, Andrea Remmers, kürzlich an einer Podiumsdiskussion mit dem Titel „Wer rankt, der lenkt“ an der Uni Düsseldorf teilnahm, zu der unter anderem Torsten Bultmann (bdwi) und eine Vertreterin des CHE geladen waren, ist die Sache nun amtlich: Unsere Rankingergebnisse werden nicht veröffentlicht. Wir werten das als deutlichen Zeichen, dass Widerstand gegen die Einflussnahme von nicht demokratisch legitimierten „Beraterfimen“ auf die (Bildungs)Politik möglich und erfolgreich ist.

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