Stückwerk oder Sprengstoff?

Politikwissenschaft zwischen Legitimation und Kritik des Bestehenden am Beispiel der Internationalen Beziehungen

Mi, 23.6. – 18 Uhr -Ihnestr.21 – HS A

Eine kritische Perspektive auf die Politikwissenschaft zeigt, dass diese
grundsätzlich in bestehende Verhältnisse eingebunden ist und spezifischen
Interessen folgt. Wie sich Politikwissenschaft zu gesellschaftlichen
Verhältnissen positioniert und welche Folgen dies für Forschung und
Ergebnisse hat, gilt es sowohl für Sozialwissenschaftler_innen als auch
Politikinteressierte in den Blick zu nehmen: Aus welchem Interesse heraus
wird mit welchen Zielen die Analyse von Politik und Gesellschaft berieben,
welche Fragen gestellt oder ausgeblendet, welche Befunde geliefert oder
verdeckt, welche Funktionen erfüllt und welche politischen Konsequenzen
forciert? Werden in einer affirmativen Manier etwa bestehende Macht- und
Herrschaftsverhältnisse legitimiert oder gar Herrschaftsstrukturen,
Unterdrückung, Ausbeutung oder Diskriminierung (re-)produziert? Welche
Perspektiven kritischer Wissenschaft hinterfragen die bestehenden
Verhältnisse oder bringen diese gar zum Tanzen?
Diese Fragen nach einer Kritik der Politikwissenschaft und kritischen
Politikwissenschaft sollen am Beispiel der Internationalen Beziehungen auf
dem Feld der Entwicklungspolitik diskutiert werden.

mit Jenny Simon
organisiert von der FSI OSI

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