Positionen zu Bachelor und Master

Seit der Hochschulreform im Zuge der Bologna-Erklärung zur Schaffung eines „einheitlichen Hochschulraums“ innerhalb der EU sind auch an der FU nahezu alle Studiengänge auf das Bacherlor- / Mastersystem umgestellt – so dass es Zeit wird, Bilanz zu ziehen.
Nach einer chaotischen Einführungsphase hält der Frust über die neuen Studiengängen weiterhin an.
Massive Überschneidungsprobleme bei Lehrveranstaltungen, kaum Freiheit bei der Wahl der Studieninhalte, intensive Gängelung durch zu viele Pflichtveranstaltungen und Leistungsüberprüfungen und die zunehmende Entwertung und Entwissenschaftlichung des Studiums geben genug Anlass zu Frustration und Kritik am System.
Auch wenn sich durch den Protest der Studierenden teilweise die Einsicht durchgesetzt hat, dass der BA aufgrund zu hoher Leistungsanforderungen nicht studierbar war und einer Reform bedurfte, bleiben weiterhin massive Probleme bestehen.
Was nach dem Bachelor folgen kann, nämlich das Masterstudium wird im Augenblick entschieden. Von größter Bedeutung sind die Zulassungsbeschränkungen – und voraussetzungen. Eine ausdrückliche Mitbestimmung der betroffenen Studierenden bei Zugangsfragen oder Kontingentierung ist jedoch nicht erwünscht.
Nach Willen des Präsidiums der FU, das im Masterstudium einen Elitestudiengang verwirklicht sehen will, soll eine Zulassungsquote von 49 Prozent nicht überschritten werden. Dies würde einen weiteren Einschnitt in die kaum mehr vorhandene Studienfreiheit bedeuten. Die FSI-Geschichte fordert einen 100 prozentigen Masterzugang.
Auch wenn die Einführung von BA und MA nicht mehr rückgängig gemacht werden kann, müssen alle Möglichkeiten genutzt werden.
Die FSI-Geschichte setzt sich ein für mehr Wahlfreiheit bei Studieninhalten, weniger Kontrolle durch Anwesenheitszwang und ständige Leistungsüberprüfungen, weniger Pflichtveranstaltung und einen 100 prozentigen Masterzugang– alles was ein freies und selbst bestimmtes Studium für alle ermöglichen sollte.

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