Vortrag und Diskussion: Die Bakuninhütte bei Meiningen – einzigartiger Ort der anarcho-syndikalistischen Bewegung damals-heute? mit der AG Geschichte der Bakuninhütte

*English version below*

Vortrag und Diskussion: Die Bakuninhütte bei Meiningen – einzigartiger Ort der anarcho-syndikalistischen Bewegung damals-heute? mit der AG Geschichte der Bakuninhütte

Die „Bakuninhütte“, eine Wander- und Schützhütte nahe dem südthüringischen Meiningen, wurde von Anarcho-Syndikalist*innen in den 1920ern errichtet und bis zur Enteignung der Nazis auf vielfältige Weise genutzt. Seit 2015 ist die Hütte das bisher einzige Kulturdenkmal der anarchistischen Bewegung in Deutschland. Anfang der 1990er Jahre wurde das Areal wiederentdeckt, das Gebäude renoviert und die Hüttengeschichte durch Aktivist*innen aufgearbeitet. Die Hütte ist heute eingebunden in Vereinsstrukturen, verschiedene politische Bewegungen und lokale (Erinnerungs)politiken.

In der offenen Projektwoche „DenkMal über Anarchismus nach“ im September 2019 hat sich die AG Geschichte der Bakuninhütte als politisch wie auch geschichtlich interessierte Gruppe zusammengefunden, um über die Fragen der weiteren Erforschung und Nutzung der Hütte nachzudenken. In einem kurzen Input-Vortrag werden werden vor allem (zeit)-geschichtliche und archäologische, aber auch geographische Ansätze zur Erforschung vorgestellt und zur Diskussion gestellt.

In der Etablierung der Hütte zum Kulturdenkmal und der Einbindung der institutionalisierten Wissenschaft liegt eine einzigartige Chance, die jedoch auch gewisse kritische Reflexionen und methodische Überlegungen voraussetzt. In dieser Veranstaltung wird viel Raum zur Diskussion sein, wie mit diesem Ort umgegangen werden kann und wie dieser für aktuelle anarchistische Bewegung(en) hilfreich sein kann. Dazu sollen Erfahrungen ausgetauscht und Ideen gesammelt werden.

Wann? Donnerstag 23.01.2020 um 18 Uhr
Wo? Café Goldfisch (FU Campus), Landoltweg 9-11, 14195 Berlin (Im Kellergeschoss des Institutsgebäudes; Eingang: Rückseite des Gebäudes)

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Lecture and discussion: the Bakunin Hut near Meiningen – a unique place of the anarcho-syndicalist movement – then and now? – with the AG History of the Bakunin Hut

The “Bakuninhütte”, a hiking and shelter cabin near Meiningen in southern Thuringia, was built by anarcho-syndicalists* in the 1920s and was used in many ways until the Nazis expropriated it. Since 2015 the hut has been the only cultural monument of the anarchist movement in Germany. At the beginning of the 1990s the area was rediscovered; the building was renovated, and the history of the hut was reappraised by activists. The hut is integrated into association structures, various political movements and local (memory) politics nowadays.
During the open project week “DenkMal über Anarchismus nach” in September 2019 the association for the history of the Bakunin Hut came together as a group interested in both politics and history in order to reflect on the questions of further research and use of the hut. In a short input lecture, mainly (contemporary) historical and archaeological, but also geographical approaches to research will be presented and discussed.
There is a unique opportunity in the establishment of the hut as a cultural monument and the integration of institutionalized science, but it also requires certain critical reflection and methodological considerations. In this event there will be much room for discussion on how to deal with this place and how it can be helpful for current anarchist movement(s). Experiences are to be exchanged and ideas are to be collected.
 
The event will be held in German.
 
When? Thursday 23 January 2020 at 6 pm
Where? Café Goldfish (FU Campus), Landoltweg 9-11, 14195 Berlin (In the basement of the institute building; entrance: backside of the building)

 

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