Der Judenhass und die „großen Deutschen“

Am Mittwoch, den 9. Juni 2010 findet ab 19 Uhr in der HU Berlin (Unter den Linden 6, Westflügel, Raum 1070, U/S Friedrichstraße) die Diskussionsveranstaltung „Der Judenhass und die „großen Deutschen““ mit Dr. habil. Benjamin Ortmeyer von der Goethe-Universität Frankfurt/Main statt.

An Universitäten, im Feuilleton und darüber hinaus beziehen sich heute noch viele auf “große Deutsche” wie Luther, Kant, Fichte, Hegel, Wagner u.a. Die antisemitischen Denkfiguren oder Passagen in deren Werken werden dabei oft verschwiegen, relativiert oder geleugnet.
Auch an der heutigen Humboldt-Universität, deren erster gewählter Rektor Johann Gottlieb Fichte war, findet keine systematische Aufarbeitung dieses konstituierenden Kapitels der Universitätsgeschichte statt. Dabei war gerade auch der Antisemitismus der deutschen Intellektuellen vor dem 20. Jahrhundert Bestandteil des geistigen Nährbodens der Nazi-Ideologie, die sich im Mai 1933 bei der Bücherverbrennung auf dem Bebelplatz so symbolträchtig äußerte.

Eine Veranstaltung des Antifa/Antira-Referats des AStA der ASH und der Jugendantifa Berlin

www.jab.antifa.de

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