Heia Safari? – Auf den Spuren der deutschen Kolonialzeit in Namibia

Namibia ist bei deutschen Tourist_innen ein beliebtes Reiseziel. Wüstenlandschaften und wilde Tiere, wilhelminische Bauten und Bier nach deutschem Reinheitsgebot – das Versprechen von Exotik und Vertrautheit wirkt auf viele verlockend. Dass Namibia zwischen 1884 und 1915 Kolonie des deutschen Kaiserreiches war, wird in diesem Zusammenhang meist positiv verklärt; die fatalen Folgen der Kolonialherrschaft für die afrikanische Bevölkerung werden dabei fast immer verschwiegen. Kaum ein Reiseveranstalter weist darauf hin, in welchem Maß die deutsche Kolonialherrschaft Sozial- und Wirtschaftsordnungen zerstörte. Kaum ein_e Safarireisende_r erfährt etwas über Landraub, Zwangsarbeit und alltägliche Brutalität. Selbst vom Genozid an den Herero und Nama ist oft nur am Rande die Rede.

Dabei sind die Spuren der kolonialen Gewaltherrschaft bis heute sichtbar. Sie finden sich an so alltäglichen Orten wie Friedhöfen, Campingplätzen und Straßenrändern. In einem Reisebericht der etwas anderen Art möchte ich ausgehend von diesen Spuren auf das Ausmaß, aber auch die Folgen der deutschen Kolonialherrschaft in Namibia näher eingehen und diese dann gemeinsam diskutieren.

Montag, 07.02.2011, 21h, beim Histo-Tresen im Bandito Rosso, Lottumstraße 10a, U-Bhf Rosa-Luxemburg- oder Rosenthaler Platz.

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