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Parkquiz

Update: Aufgrund des abzusehenden sehr schlechten Wetters treffen wir uns nicht im Rudolph-Wilde-Park. Stattdessen wird es einen FSI-Kneipenabend ebenfalls ab 19:30 in der Linie 1 (Wilhelmstraße 9, 10963 Berlin) geben.

Wir laden euch herzlich ein, am Freitag, den 20.05.22 in den
Rudolph-Wilde-Park (Karte: https://goo.gl/maps/vAUegkgGNsXDer5h7) zu
unserem „Pubquiz“ im Park zu kommen! Wir sind ab 19 Uhr da, um 19.30 Uhr
beginnt das Quiz.

Das Quiz wird in Kleingruppen stattfinden, sagt gern euren Freund*innen
Bescheid. Ansonsten werden sich die Gruppen vor Ort spontan
zusammenfinden. Wir bieten Bier gegen Spende an, andere Getränke müsstet
ihr euch selbst mitbringen.
Wir freuen uns auf euch!

Einladung zu den Vorstellungsvorträgen Alte Geschichte

Am 12. Und 13. Mai (Donnerstag und Freitag) finden am FMI die Lehrproben der Bewerber:innen im Berufungsprozess für die Professur für Alte Geschichte statt. Diese sind für euch als Studierende offen. Konkret stellen sich die Bewerber:innen euch mit einem Vortrag, einer Probelehrveranstaltung und einem Studierendengespräch vor. Für euch lohnt sich die Teilnahme, weil ihr nicht nur die Möglichkeit habt, Vorträge zu spannenden Themen zu hören, sondern auch Einfluss auf den Berufungsprozess zu nehmen und zu schauen, wer sich alles für die altgeschichtliche Professur an unserem Institut bewirbt. Für die Berufungskommission ist es natürlich auch sehr wichtig, dass möglichst viele Studierende an den Lehrproben teilnehmen, um einschätzen zu können, wie sich die Bewerber:innen gute Lehre vorstellen. Unten seht ihr das Programm für die Lehrproben, vielleicht findet ihr ja etwas Interessantes für euch:

Donnerstag, 12. Mai:

9:00 Uhr
Prof. Dr. Julia Hoffmann-Salz (Berlin)
„‚Habgierig von Natur, wie sie war, schreckte sie vor keiner
Ungerechtigkeit zurück.‘ Ptolemäische Königinnen in ihren
Feindschaftsbeziehungen“

11:00 Uhr
Prof. Dr. Johannes Wienand (Braunschweig)
„Auf Ordnung gemünzt. Überlegungen zur Monetarisierung des Politischen“

14:00 Uhr
Prof. Dr. Babett Edelmann-Singer (München)
„Der Kaiser als Kunsträuber. Aneignung und Restitution im
Herrschaftsdiskurs des römischen Prinzipats“

16:00 Uhr
PD Dr. Sebastian Scharff (Münster)
„Ein Imperium der Briefe. Zur Kommunikation des Princeps mit den
Provinzialen im zweiten Jahrhundert n. Chr.“

Freitag, 13. Mai

9:00 Uhr
Prof. Dr. Christoph Lundgreen (Dresden)
„Volksvertreter oder Volksverräter? Rom 133 v. Chr. im Spiegel
griechischer Quellen und aktueller Debatten“

11:00 Uhr
PD Dr. Susanne Froehlich (Greifswald)
„Ein schwaches Weiblein? Geschlechterrollen im Martyriumsbericht der
Charitine von Korykos“

Alle Zeitangaben verstehen sich s.t. – also ohne die euch sonst bekannte
akademische Viertelstunde!

Falls euch eines oder mehrere der Vortragsthemen interessieren, kommt doch gerne vorbei. Die Hearings finden alle im Hörsaal B am Friedrich-Meinecke-Institut (Koserstr. 20) in Präsenz statt. Wir hoffen, viele von euch am 12. und 13. zu sehen!

Für einen studentischen Vizepräsidenten!

Als FSI Geschichte finden wir, dass Zeit für eine*n nicht-professorale*n Vizepräsident*in an der FU ist!
Andere Universitäten sind uns in dieser Frage schon voraus. So gibt es bereits an der ZU Friedrichshafen und perspektivisch auch an der UdK studentische VPs. Nun gilt die FU bundesweit als Ort des studentischen Protests und Beispiel für eine besonders kritische und politische Opposition im AS und darüber hinaus.  Es ist unserer Meinung nach an der Zeit, dass die größte Statusgruppe auch eine Stimme und Einfluss im Präsidium der FU erhält.
Gerade die Corona-Semester haben uns gezeigt, wie wichtig die studentische Perspektive ist und wie selten sie tatsächlich Gewicht hatte. Bis heute ist das Pandemiemanagement an der FU ein Flickenteppich, beruht auf professoraler Machtausübung und geht nur wenig auf die Bedürfnisse der Studierenden und Mitarbeiter*innen ein, bspw. wenn sie selbst zu einer Risikogruppe gehören oder zu pflegende Angehörige haben.
Wir wollen nicht nur klagen, wir wollen mitgestalten. Daher setzen wir uns, zusammen mit diversen anderen studentischen Gruppen, seit Jahren nicht nur im Akademischen Senat, sondern auch im Studierendenparlament und in hochschulpolitischen Gremien für eine politische Universitätskultur ein. 
In diesem Sinne halten wir es für entscheidend, dass auch die Stimmen derer, die nicht der Statusgruppe der Professor*innen angehören, mehr Mitbestimmungsrechte an der Universität erhalten und fordern daher Viertelparität in allen entscheidungsbefugten Gremien der universitären Selbstverwaltung. Eine*n studentische*n VP sehen wir als Schritt auf dem Weg, unsere Mitbestimmung weiter auszubauen.
Dennoch machen wir uns keine Illusionen: Sollte eine*r aus unserer Mitte tatsächlich in das Präsidium gewählt werden, wird dies keine sofortige Reform der Universität bedeuten. Politik bedeutet auch, über Statusgruppen hinweg Entscheidungen zu treffen, die Kompromisse beinhalten. 
Doch diese Kompromisse werden, das wurde uns im Zuge der Präsident*innenwahl und im Vorfeld der Nominierung der Kandidat*innen für die Vizepräsident*innenstellen noch einmal eindrucksvoll bewiesen, aktuell noch immer von Professor*innen in kleinen Gruppen ausgehandelt. Und schaut man sich die professoralen Vorschläge für die Stellen der Vizepräsident*innen an, die offen als ein geschlossenes, und man könnte fast meinen, schon gewähltes, Team für das Präsidium auftreten, wird einem klar, dass von ihrer Seite kein Wille zu mehr Transparenz besteht. 
Eine studentische Stimme im Präsidium ist unserer Meinung nach entscheidend, um diese intransparenten Strukturen ein Stück weit zu öffnen und einen kritischen Diskurs, auch über die professoralen Hinterzimmer hinaus, zu ermöglichen. Es geht uns darum, „mitmischen“ zu können, bei all den Entscheidungen, die das Präsidium aktuell im besten Falle für uns und im schlimmsten Falle über uns hinweg trifft. 
Wir fordern, dass diese Entscheidungen in Zukunft in einem Dialog aller Statusgruppen getroffen werden. Die „Basis“ der Studierenden und Beschäftigten muss, unabhängig davon, ob es in Zukunft eine*n studentischen VP gibt, in Entscheidungen eingebunden werden, die ihren Arbeits- und Studienalltag direkt betreffen. 
 
In diesem Sinne fordern wir alle Mitglieder des akademischen Senates dazu auf, Janik Besendorf in seiner Kandidatur als Vizepräsident zu unterstützen. Wir unterstützen zudem die Umsetzung seines Programms: 
  • Weiterentwicklung und Umsetzung des Konzepts „Studium und Lehre 2030“
  • Koordination von Präsenz sowie Online-/Hybridlehre, statt einer Rückkehr zum Status-Quo von vor der Pandemie
  • Gute Arbeit in der Lehre mitzudenken und die Beschäftigten in der Lehre zu entlasten statt zu überlasten
  • Umsetzung neuer gesetzlicher Anforderungen durch das neue BerlHG (Prüfungsversuche durch Beratung, Teilzeitstudium, etc.)
  • Demokratische Prozesse zu stärken u.A. durch Förderung der Arbeit der Kommission für Lehrangelegenheiten 
  • Datenschutz für Beschäftigte und Studierende in der Lehre umzusetzen
  • Schaffung einer unabhängigen Beschwerdestelle für Betroffene von Diskriminierung
Darüber hinaus und unabhängig davon, wie das neugewählte Präsidium zusammengesetzt sein wird, fordern wir: 
  • Anpassung der Kapazitätsregelungen und Ausfinanzierung der Lehre
  • Sicherheit für sogenannte „kleine“ Fächer. Auch Fächer mit geringen Studierendenzahlen haben einen Platz an der Universität, selbst wenn sie in den Statistiken nicht so gut aussehen!
  • Eine Abschaffung der Anwesenheitspflicht in allen Studiengängen
  • Die Einführung von studentischen Projekttutorien
  • Viertelparität in allen entscheidungsbefugten Gremien der universitären     Selbstverwaltung
  • Umstieg auf quelloffene und freie Software im gesamten Universitätsbetrieb 
  • Mehr Raum für studentisches Engagement an der Universität
  • Ein Ende von Forschung mit militärischen Zwecken an der Freien Universität und die Verabschiedung einer sogenannten „Zivilklausel“
  • Ein Verbot von Werbung für Polizei, Bundeswehr und Verfassungsschutz auf dem Campus der Freien Universität 
  • Ein Ende der Kommerzialisierung des Campuslebens und ein Verbot von kommerzieller Werbung auf dem Universitätscampus
  • Ein Ende der Kommerzialisierung von durch öffentliche Gelder ermöglichten Forschungsergebnissen (z.B. in der Medizintechnik oder bei der Entwicklung von Impfstoffen)
  • Wiedereingliederung aller outgesourcten Bereiche der Freien Universität
  • Faire Entlohnung für alle Beschäftigten der Freien Universität (das bedeutet auch, dass der „Corona-Bonus“ an die Beschäftigten aller Statusgruppen ausgezahlt werden muss!)
  
Wenn auch ihr eine*n studentische*n VP unterstützt, oder unsere Forderungen teilt, unterschreibt gerne den Aufruf. Schreibt uns zu diesem Zweck einfach eine Mail an fsigeschichte@riseup.net

Offizielles Gedenken an Mahmud Azhar

Vor 32 Jahren, am 6. März 1990, starb der Biochemie-Doktorand Mahmud Azhar an den Folgen eines rassistischen Überfalls. Eine öffentliche Gedenkveranstaltung findet am 27. April 2022 von 12.15 Uhr bis 12.45 Uhr im Hahn-Meitner-Bau (Thielallee 63) der Freien Universität statt.

Mahmud Azhar promovierte im Fach Chemie am Institut für Biochemie der FU Berlin, wo er auch als wissenschaftlicher Mitarbeiter arbeitete. Vor dem damaligen Gebäude des Instituts in Berlin Lichterfelde wurde Mahmud Azhar am Abend des 07. Januars 1990 zunächst durch den deutschen Angreifer rassistisch beleidigt, woraufhin er in das Gebäude floh und versuchte Kontakt mit der Polizei aufzunehmen. Seine Notrufe blieben unbeantwortet. Der Täter fand ihn im Gebäude, attackierte ihn und schlug ihn nieder. Erst anschließend traf die Polizei ein und Azhar wurde ins Krankenhaus gebracht. Dort verstarb er am 6. März 1990 vor 32 Jahren an den direkten Folgen des rassistischen Angriffs.

Damals wie heute wird rassistische Gewalt nicht benannt, verschleiert, relativiert und Behörden, Institutionen und Politik bemühen sich vielmehr, dass diese Vorfälle in Vergessenheit geraten. So bedurfte es auch im Fall von Azhar einem langen Kampf von Angehörigen und Initiativen, um die Tat als rassistisch zu benennen. Seit das ehemalige Gebäude des Institut der Biochemie von der FU nicht mehr genutzt wird, gab es sehr lange keine Gedenktafel oder andere Form von etabliertem öffentlichem Gedenken an Mahmud Azhar an der Freien Universität.
Eigentlich schon für 2020, zum 30. Todestag von Mahmud Azhar, geplant, wurde nun endlich die alte Gedenktafel in das heutigen Gebäude des Instituts für Biochemie (Thielallee 63) überführt werden.

Einladung zum offenen Parkplenum

Ihr wollt sehen, wie die FSI Geschichte arbeitet? Ihr wollt euch mit anderen Studierenden vernetzen?

Die FSI Geschichte lädt euch zum offenen Parkplenum am 21.04. (diesen Donnerstag) im Park am Gleisdreieck ein! Wir treffen uns um 19 Uhr am zentralen Festplatz. (Karte)

Kommt vorbei und diskutiert mit uns über aktuelle Probleme an der Uni oder allgemeine politische Fragen. Erfahrt, wie ihr euch im Sommersemester bei studentischen Initiativen einbringen könnt! Wir freuen uns auf euch, eure Fragen und euren Input!

Histo-Kino: Bambule (1970)

Histo-Kino: Bambule (1970)
26.04.22 | 20 Uhr | H48 (Hermannstraße 48, Berlin-Neukölln)
2G+ (tagesaktueller Schnelltest) | Anmeldung unter fsigeschichte@riseup.net erbeten

Das Histo-Kino der FSI Geschichte ist wieder da! Wir zeigen am 26.04 den Film „Bambule“ (1970, Regie: Eberhard Itzenplitz, Drehbuch: Ulrike Meinhof). Er handelt von den autoritären Methoden der Heimerziehung in einem West-Berliner Mädchenheim und dem Widerstand dagegen.

Interessant sind auch sowohl die Entstehungsgeschichte des Films (ursprünglich sollten die Heimbewohnerinnen selbst schauspielerisch tätig werden, hiermit war ein emanzipatorischer politischer Anspruch verbunden), als auch die Aufführungsgeschichte danach: Nachdem Meinhof im Rahmen der Baader-Befreiung am 14. Mai 1970 in der Untergrund ging und sich damit der RAF anschloss, wurde die bereits für den 24. Mai geplante Ausstrahlung in der ARD gestrichen und der Film erst 1994 erstmals im Fernsehen gezeigt. Wir finden, dass es sich weiterhin lohnt, dieses etwas vergessene Zeitdokument zu sehen und wollen es daher im Histo-Kino zeigen. Es wird einen kurzen Input zu den Hintergründen und nach dem Film die Möglichkeit zur Diskussion geben. Außerdem bieten wir kühle Getränke gegen Spende an!

Der Film mit Einführung startet um 20 Uhr. Der Raum ist aber bereits ab 19:30 Uhr offen. Aufgrund der weiterhin hohen Inzidenzen gilt die 2G+ Regel (geimpft oder genesen und zusätzlich tagesaktueller Test). Das nächstgelegende Testzentrum befindet sich in fußläufiger Nähe in der Hermannstraße 56. Eine Maskenpflicht entfällt.

Stattfinden wird das ganze im Projektraum H48 (Hermannstraße 48, 12049 Berlin, klingeln bei Projektraum) statt. Dieser befindet sich im 2. Hinterhof, 1. OG. Der U-Bahnhof Boddinstraße (Ausgang Selchower Straße) liegt keine 5 Minuten Laufweg entfernt. Der Raum ist durch einen Fahrstuhl barrierearm zu erreichen.

Um die Anzahl der Besucher*innen vorab einschätzen zu können, bitten wir weiterhin um eine Anmeldung unter fsigeschichte@riseup.net

Lesekreis: Caliban und die Hexe

In der nächsten Etappe unseres Lesekreises lesen wir das Buch „Caliban und die Hexe: Frauen, der Körper und die ursprüngliche Akkumulation“ von Silvia Federici. Wir werden den Text gemeinsam erschließen, Vorkenntnisse benötigt ihr keine. Aufkommende Fragen werden wir gemeinsam versuchen, zu klären.
Ihr könnt den Text auf Anfrage (fsigeschichte@riseup.net) von uns erhalten.

Für die erste Sitzung werden wir S. 7 – 24 (Vorwort + Einleitung) besprechen. Wir treffen uns dazu am Mittwoch, den 27.04.2022, um 20:30 Uhr online auf unserem Discord-Server. Ihr könnt diesem beitreten, indem ihr folgendem Link folgt: discord.gg/TcAKc5Hbg3
Eine Registrierung ist nicht nötig, die entsprechende Aufforderung könnt ihr durch einen Linksklick außerhalb des Registrierungsfensters wegklicken.

Update: Die zweite Sitzung findet am 11.05.22 um 20:30 statt. Hierzu lesen wir das erste Kapitel (S.25/29-63/67 + Fußnoten). Der dritte Termin ist 25.05.2022 um 19:30.

Wenn ihr euch mit Video verbinden wollt, solltet ihr Chrome oder die für alle relevanten Plattformen erhältliche App nutzen, in anderen Browsern funktioniert auf jeden Fall Sprache. Hierzu solltet ihr eine Webcam und/oder Mikrofon oder einen Laptop bzw. ein Smartphone mit diesen Funktionen besitzen.
Die Bedienung ist eigentlich ziemlich selbsterklärend, bei Problemen könnt ihr uns gerne kontaktieren, unsere Email-Adresse lautet fsigeschichte@riseup.net

Auch ein späteres Dazukommen ist möglich. Wir werden die folgenden Termine und zu lesenden Kapitel in diesem Beitrag ergänzen. Alternativ schreibt uns gern eine Mail.

Statement zum Umgang der FU mit dem Ukraine-Krieg

*English version below*
(Statement on how the FU deals with refugees and the Ukraine war)

Wir als FSI Geschichte fordern die schnelle Öffnung der Universität für Geflüchtete. Insbesondere Menschen aus Drittstaaten, die sich zu Beginn des Krieges zum Studieren in der Ukraine aufgehalten haben, wird es an deutschen Universitäten unnötig schwer gemacht. Auch für sie müssen alle bürokratischen Hürden fallen!

Auch eine kurzfristige Aufnahme Studierender in die FU muss organisiert werden. Zur besseren Integration darf das nicht nur in Form von Gasthörer*innenschaft passieren, sondern es müssen reguläre Möglichkeiten gefunden werden, das Studium fortzusetzen. Wir brauchen daher dringend mehr Kurse, gerade auf Englisch und Sprachkurse für Einsteiger*innen. Wir fordern die FU auf, diese einzurichten und sich für die Finanzierung beim Senat einzusetzen!

Die Dozierenden der FU fordern wir des Weiteren auf, sich mit ihren russischen Kolleg*innen in Kontakt zu setzen, statt den Kontakt abzubrechen. Gerade Informationen zu erhalten, die nicht aus den russischen Staatsmedien stammen, ist schwierig. Wir sind dafür, dass den russischen Studierenden und Wissenschaftler*innen eine Hand ausgestreckt wird, statt in eine Rhetorik zurück zu fallen, die an den kalten Krieg erinnert. Die russische Bevölkerung kann nicht mit ihrer Regierung gleichgesetzt werden, ein Generalverdacht hilft niemandem!

Wir verweisen in diesem Zusammenhang auf das gute Statement aus den Kommunikationswissenschaften, dem wir uns anschließen können: https://www.fu-berlin.de/presse/informationen/fup/2022/fup_22_030-verantwortungsvoller-journalismus-im-krieg/index.html

Es kann jetzt nicht darum gehen, „gute“ und „schlechte“ Geflüchtete oder Menschen mit ukrainischem und russischem Hintergrund gegeneinander auszuspielen. Wir fordern eine Aufnahme aller Menschen, die wegen Krieg, Verfolgung und Elend fliehen müssen und stellen uns gegen jeden Rassismus!
Wer an der Uni Rassimus erfährt oder sonstige Probleme bekommt, kann sich gerne an uns wenden. Unsere Email-Adresse lautet: fsigeschichte@riseup.net

Wir möchten an dieser Stelle abschließend noch auf die offiziellen Informationen des Senats für ukrainische Geflüchtete hinweisen, die auch in Englisch, Ukrainisch und Russisch verfügbar sind: https://www.berlin.de/ukraine/
Wer sich in der Geflüchtetenhilfe engagieren will, findet außerdem hier Informationen:
https://blogs.fu-berlin.de/help-ukraine/
https://www.berlin.de/ukraine/helfen/

Die geflüchteteten Studierenden dürfen nicht doppelt bestraft werden für etwas, für das sie nichts können. An der lebensgefährlichen Situation, aus der sie geflohen sind, können wir nichts ändern. Aber wir können etwas dazu beizutragen, dass sie ihre Ausbildung so problemarm wie möglich beenden können.

FSI Geschichte FU

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We as the FSI Geschichte demand that the university should be opened up to refugees as quickly as possible. Especiallypeople from third countries who stayed in Ukraine to study at the beginning of the war, face unnecessary difficulties accesing German universities. All bureaucratic barriers must be removed for them as well!

Short-term admission of students to the FU must also be organised. For better integration, this must not only happen in the form of guest students, but regular opportunities must be found to continue their studies. We therefore urgently need more courses, especially in English and German language courses for beginners. We call on the FU to set these up and to lobby the senate for funding!

We also call on the lecturers at the FU to get in touch with their Russian colleagues instead of breaking off contact. It is currently difficult for Russian Nationals to get information that does not come from the Russian state media. We are advocating reaching out to Russian students and academics instead of falling back into rhetoric reminiscent of the Cold War. The Russian people cannot be equated with their government, a general suspicion helps no one!

In this context, we refer to the good statement from communication sciences, which we can endorse: https://www.fu-berlin.de/presse/informationen/fup/2022/fup_22_030-verantwortungsvoller-journalismus-im-krieg/index.html

It can’t be about playing off „good“ and „bad“ refugees or people with Ukrainian and Russian backgrounds against each other. We demand that all people who have to flee because of war, persecution and misery be accepted and we oppose all racism!
Anyone who experiences racism at the university or has other problems is welcome to contact us. Our email address is: fsigeschichte@riseup.net

Finally, we would like to point out the official information of the Senate for Ukrainian refugees, which is also available in English, Ukrainian and Russian: https://www.berlin.de/ukraine/.
Those who want to get involved in helping refugees can also find information here:
https://blogs.fu-berlin.de/help-ukraine/
https://www.berlin.de/ukraine/helfen/

The refugee students should not be punished twice for something they cannot do anything about. We cannot change the life-threatening situation from which they fled. But we can do something to help them finish their education with as few problems as possible.

FSI Geschichte FU

2. Update im Fall Grünstäudl

Wir spiegeln im folgenden das Statement des AK Hochschulpolitik. Den Originaltext findet ihr hier.

Während aus der Studierendenschaft viel Unterstützung gegen rechte Dozierende und Diskriminierung kommt, hält sich die Leitung der FU zurück und lässt Betroffene alleine. Eine klare Positionierung des FU Präsidiums lässt auf sich warten.

In der Auseinandersetzung um den Bioinformatiker Michael Grünstäudl droht ein Gerichtsverfahren gegen die Studierenden der Freien Universität, die sich gegen den rechten Dozierenden zur Wehr setzen. Grünstäudl hatte gegenüber der Zeitung taz angekündigt, gegen den AStA FU als Initiierende der Kampagne „Rechte Ideologien exmatrikulieren“ zu klagen. Der Dozent fühlt sich zu Unrecht von uns angegriffen – das ist keine Überraschung, denn wie schon zuvor berichtet, streitet Grünstäudl jede Verantwortung dafür ab, neofaschistische Inhalte (zum Beispiel Videos von Martin Sellner der Identitären Bewegung) auf seinem GitHub-Profil verbreitet zu haben. (Nähere Infos zu den Vorkommnissen hier und hier)

Unterdessen organisiert die Kampagne weiterhin öffentlichen und uniinternen Protest gegen Grünstäudl sowie alle anderen Dozierenden und Strukturen an der FU, die menschenfeindliche Ideologien verbreiten und sich rassistisch, sexistisch oder anderweitig diskriminierend verhalten. So fand zum Beispiel am 16.02.2022 eine Kundgebung vor dem (immer noch nicht umbenannten) Henry-Ford-Bau statt, während im Gebäude der erweiterte Akademische Senat der FU Günter Ziegler erneut zum Präsidenten der Uni wählte. Knapp 100 Studierende zeigten auf der Kundgebung sowohl ihre Unzufriedenheit mit dem Pandemiemanagement der FU als auch die Forderung nach einer Universität, in der Studierende frei von Diskriminierung und rechten Ideologien lernen und arbeiten können.

Von der Universitätsleitung kommt unterdessen weiterhin keine Unterstützung. Das Habilitationsverfahren Michael Grünstäudls läuft weiterhin am Fachbereich Biologie, Chemie, Pharamzie, trotz der Ablehnung des interdisziplinären Habilitationsverfahren durch den Fachbereichsrat Mathematik und Informatik, aber das scheint die FU-Leitung wenig zu interessieren. Beschwerden des AStA dazu wurden bislang ignoriert. Wir fordern von der Unileitung und den Fachbereichen Biologie, Chemie, Pharmazie und Mathematik und Informatik, das Verfahren endgültig und schnellstmöglich zu stoppen! (Nähere Infos hier)

Auch bei der Sitzung des Akademischen Senats am 2.3. reagierten dessen Mitglieder sowie das Präsidium kaum auf unsere Nachfragen zum Fall Grünstäudl. Es hätte ein Gespräch über die Personalie gegeben, bei dem der Fall „ausreichend besprochen“ worden sei. Das Gespräch, an dem auch Vertreter*innen des AStA FU und des Fachbereichs Biologie teilgenommen hatten, ergab jedoch nichts weiter als eine Infomail an Erstsemester-Studis. Dass Studierendenvertreter*innen zuvor von sexistischen Diskriminierungen durch Grünstäudl berichtet hatten, wurde mit keinem Wort erwähnt.

Die Aufforderung, diskriminierende Strukturen an der FU abzubauen, wurde von Ziegler mit dem Verweis auf vorhandene „Diversity-Strukturen“ abgewiegelt. Diskriminierungen seien Teil der Gesellschaft und daher auch an der Universität immer präsent. Diese Haltung ist äußerst problematisch, da weder Unterstützung für die Betroffenen geleistet, noch aktiv etwas getan wird, um den unzumutbaren Status Quo zu verändern.

Die Überforderung der Universität im Umgang mit Diskriminierung wird aktuell auch am Fachbereich Physik deutlich. Hier kam es zu menschenverachtenden Beleidigungen gegen Studierende, die nun alle Mühe haben, irgendwen an der Uni zu finden, der*die sich dazu im Stande sieht, effektiv etwas zu tun. Eigentlich zuständige Beratungsstellen wissen selbst nicht, wie sie reagieren sollen, Studierende werden erneut mit sexistischen Anfeindungen sowie rassistischen und Nazi-Kommentaren in Chats und Online-Treffen allein gelassen.

Erneut sind es die Betroffenen selbst, die sich für eine Änderung der Strukturen einsetzen. Anfang des Sommersemesters soll es nun eine kritische Orientierungswoche für MINT-Fächer geben, bei der Studierende sich über Diskriminierungsformen informieren und Betroffene sich zusammenschließen und gegen die Zustände an ihren Fachbereichen organisieren können.

Wir erwarten jetzt eine klare Positionierung der FU. Die Unileitung reagiert weder auf Presseanfragen zum Thema, noch lässt sie irgendein Willen erkennen, sich ernsthaft mit dem Problem rechter Ideologien und Diskriminierung an der FU zu beschäftigten. Auch müssen statt ständiger Verweise auf Diversity-Strategien endlich Taten folgen.

Unsere gesamten Forderungen sind hier zu finden.

Lesekreis – Wladimir Iljitsch Lenin: Staat und Revolution

Update: Der zweite Termin ist Montag, der 21.3.2022, 16-18 Uhr. Wir lesen zu diesem Termin die Seiten 426-470 (Kapitel 3-4). Es können gerne noch Leute dazukommen, die am ersten Termin nicht konnten!

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Unser Lesekreis geht weiter! Wir nehmen uns im folgenden wieder ein längeres Werk vor, das wir in mehren Etappen besprechen. Es handelt sich um die einflussreiche Schrift „Staat und Revolution“ von Lenin, welche das Staatsverständnis der Bolschewiki stark geprägt hat. Wir werden den Text gemeinsam erschließen, Vorkenntnisse benötigt ihr keine. Aufkommende Fragen werden wir gemeinsam versuchen, zu klären.
Ihr findet den Text kostenlos als PDF unter diesem Link, er ist auf den Seiten 393-507 zu finden.

Für die erste Sitzung werden wir S. 393-425 (Vorworte und Kapitel 1 und 2) besprechen. Wir treffen uns dazu am Montag,  den 14.3.2022, von 16 – 18 Uhr online auf unserem Discord-Server. Ihr könnt diesem beitreten, indem ihr folgendem Link folgt:  discord.gg/TcAKc5Hbg3
Eine Registrierung ist nicht nötig, die entsprechende Aufforderung könnt ihr durch einen Linksklick außerhalb des Registrierungsfensters wegklicken.

Wenn ihr euch mit Video verbinden wollt, solltet ihr Chrome oder die für alle relevanten Plattformen erhältliche App (discord.com/download) nutzen, in anderen Browsern funktioniert auf jeden Fall Sprache. Hierzu solltet ihr eine Webcam und/oder Mikrofon oder einen Laptop bzw. ein Smartphone mit diesen Funktionen besitzen.
Die Bedienung ist eigentlich ziemlich selbsterklärend, bei Problemen könnt ihr uns gerne kontaktieren (an fsigeschichte@riseup.net) oder einen Blick in diese Anleitung werfen.